Sexualität & Körpererleben - Entspannt, selbstbestimmt, lustvoll

Tagtäglich erleben wir unterschiedliche körperliche Zustände: Wir sind mal entspannt, mal angespannt, fühlen uns präsent oder abwesend, aktiv oder passiv, zurückhaltend oder expressiv. Diese körperlichen Dimensionen beeinflussen maßgeblich, wie wir Begegnung, Nähe und Intimität erleben – ob im Alltag, in Beziehungen oder in der sexuellen Interaktion. Unser Körper ist dabei nicht nur Träger von Lust und Erregung, sondern auch ein zentraler Ort der Wahrnehmung, Regulation und Gestaltung. 

Als Menschen sind wir von Geburt an sexuelle Wesen – unabhängig von unserem biologischen Geschlecht, unserer sexuellen oder romantischen Orientierung, unseren bisherigen Erfahrungen oder unserem Beziehungsstatus. Auch wenn wir in unsere Entwicklung vielleicht noch nicht da sind, wo wir gerne wären.

In der sexologischen Sichtweise betrachten wir Sexualität nicht als feststehendes Merkmal, sondern als etwas Dynamisches: Sie verändert sich laufend! Zum Beispiel durch neue Erfahrungen, individuelle Zugänge zum Körper und auch Wissen, Werte oder gesellschaftliche Normen. Gleichzeitig können sich auch Begrenzungen, Herausforderungen oder schmerzhafte Erfahrungen zeigen, die Raum und Achtsamkeit benötigen. In jedem Fall bietet unsere Sexualität zu jedem Zeitpunkt die Möglichkeit zur bewussten Entwicklung und Erweiterung.

 

An diesem Workshoptag nähern wir uns dem Thema Sexualität aus einer integrativen, körper- und erfahrungsorientierten Perspektive. 

Mit theoretischem Input, achtsamen Körperübungen und gemeinsamem Austausch widmen wir uns folgenden Fragen:

  • Wie nehmen wir unseren Körper wahr – im Alltag, in Nähe und in Sexualität?

  • Wie können wir unsere körperliche Präsenz und unser Auftreten bewusst beeinflussen?

  • Welche Rolle spielen dabei Atmung, Muskeltonus, Haltung und Bewegung?

  • Wie können wir unsere Sexualität entspannt, selbstbestimmt und genussvoll gestalten – auch im Kontext unserer Biografie, Beziehungserfahrungen und sozialen Umgebung?

 

Ziel ist es, einen Raum zu schaffen für Selbsterfahrung, Reflexion und neue Impulse – jenseits von Leistungsdruck oder Normierung. Sexualität ist Entwicklung.