Psychologische Studierendenberatung Österreich

I. Rahmenbedingungen für erfolgreiches Lernen

Arbeitsplatz

 

Tipp!

  • Gestalten Sie Ihren Arbeitsplatz möglichst ruhig und störungsfrei (erspart Zeit und erleichtert die Konzentration).
  • Lassen Sie nur das am Arbeitsplatz liegen, was sie aktuell zum Lernen benötigen (erspart Ablenkungen).
  • Dasselbe gilt für den PC: Nur öffnen, was Sie wirklich brauchen
  • Mail nicht sofort abrufen, Chatbereitschaft nur in den Pausen, Facebook ausloggen ...
  • Handy/Telefon aus- oder stummschalten ...
  • Grenzen Sie den Arbeits- und Freizeitbereich sowohl räumlich wie zeitlich möglichst klar von einander ab.
  • Lernen Sie möglichst im Sitzen, man kann dabei im Allgemeinen die Aufmerksamkeit wesentlich länger erhalten, als beim gemütlichen Lernen im Liegen.
  • Wenn es Ihnen (zeitweise) leichter fällt in einem Raum zu lernen, in dem mehrere Kolleg/inn/en konzentriert lernen oder arbeiten, dann gehen Sie z.B. in eine Bibliothek oder einen ähnlichen Ort.
  • Ihr Arbeitsraum soll gut belüftet und gut beleuchtet sein.
  • In den Pausen ist es gut, sich vom Arbeitsplatz weg zu bewegen.

 

Tageszeit und Arbeitszeiten

Von Ihrem persönlichen Biorhythmus und Ihrem Tagesablauf ausgehend:

Tipp!

  • Finden Sie Ihre besten Tageszeiten heraus und nützen Sie diese Zeiten für intensive Lern- und Arbeitsphasen.
  • Als „schwache“ Lernzeit gilt im Allgemeinen die Zeit nach Mittag.
  • Sichern Sie Ihr Lernen ab durch regelmäßige, fixe Arbeitszeiten und das Einhalten der vorgenommenen Beginnzeit.
  • Dehnen Sie die Arbeitszeit nicht aus, „wenn der Speicher schon voll ist“.

 

Pausen

Pausen sind fast genau so wichtig wie das Lernen selbst. Fixieren Sie aber den Beginn und das Ende einer Pause im Vorhinein. Man braucht Pausen zum Abschalten und Erholen, denn

das Gehirn prägt sich das Gelernte in den Pausen weiter ein!! 

Folgende Arten von Pausen haben sich im Allgemeinen bewährt :

  1. Gedankenpausen/Verschnaufpausen:
    Damit können Sie eben Gelerntes abschließen und Verarbeitungsprozesse im Gehirn nachwirken lassen.
  2. Minipausen:
    Sie sollen ca. alle 30 Minuten gemacht werden und ca. 5 Minuten dauern. Günstig für diese Minipausen ist es, vom Arbeitsplatz aufzustehen, sich zu lockern, zu entspannen, ein paar kurze Gymnastik- oder Bewegungsübungen zu machen.
  3. Kurzpausen:
    Spätestens nach 2 Stunden Lernen sollen Sie unbedingt eine Pause von 15-20 Minuten einlegen, den Arbeitsplatz verlassen, einfach nichts oder etwas Angenehmes tun, etwas trinken und (leichtes) essen. Fernsehen hat sich als ungünstig erwiesen.
  4. Freizeitpausen:
    Nach 3-4 Stunden Lernen können Sie sich 1-2 Stunden erholen und die Freizeit genießen.

 

Körperliches Wohlbefinden

Sowohl Bewegung in den Lernpausen wie körperliche Fitness wirken sich positiv aufs Lernen aus.

Tipp!

  • Machen Sie Bewegung als Ausgleich zum Lernen, man fühlt sich wohler und das Gehirn wird aktiver und damit aufnahmefähig.
  • Genügend Schlaf ist wichtig zur Regeneration.
  • Gesunde und leichte Ernährung ist auch fürs Lernen günstig. Lieber öfter eine Kleinigkeit essen.
  • Entspannungsübungen können Ihnen bei Hektik und zu großer Anspannung helfen, sich auf ein günstiges Aktivierungsniveau „herunterzuholen“ und den Kopf frei zu bekommen. Bei längeren Entspannungsübungen ist es wichtig, sich nachher wieder körperlich zu aktivieren.