Psychologische Studierendenberatung Österreich

III. Hilfe bei Zwängen

 

Der Übergang von zwanghaften Verhaltensweisen zu behandlungsbedürftigen Zwängen ist fließend und richtet sich nach der Intensität der Angst und der Einschränkung der Lebensqualität.

Welche Ziele oder Kombinationen von Zielen für eine Behandlung gewählt werden, hängt von den Bedingungen des individuellen Problems ab. In Frage kommen:

  • Eliminierung oder Reduktion der Zwangssymptomatik (Gedanken, Befürchtungen und Handlungen) auf ein sozial akzeptables Maß, das den Betroffenen möglichst wenig an seiner Lebensführung hindert.
  • Bearbeiten der Hintergründe, also Beeinflussung von individuellen Faktoren sowie sozialen Problemen, von denen eine ursächliche Beteiligung an dem Zwangsgeschehen angenommen wird.
  • Bewältigen der sekundären Auswirkungen der Zwänge wie soziale Isolation, Studienprobleme, etc.


Im Verlauf einer Behandlung werden die Ursachen des Problems analysiert. Gleichzeitig ist es unerlässlich, sich auch mit der eigentlichen Zwangssymptomatik auseinander zu setzen:

  • Die Einstellung zu den eigenen zwanghaften Reaktionen wird erörtert. Nicht immer haben die Betroffenen eine deutliche innere Distanz zum Inhalt ihrer Befürchtungen.
  • Um in kritischen Situationen nicht immer wieder von den eigenen Impulsen überwältigt zu werden, ist es daher notwendig, auftretende Gedanken und Befürchtungen immer sicherer als Symptome der Zwangsstörung zu identifizieren.
  • Der wesentliche Schritt besteht dann darin, sich wieder Handlungsfreiheit zu verschaffen und zu lernen, dem Impuls zu den Zwangshandlungen zu widerstehen.

In der psychologischen Behandlung von Zwängen wurden in den letzten Jahren große Fortschritte erzielt und in vielen Fällen können selbst bei sehr beeinträchtigenden Zwängen starke Verbesserungen erreicht werden. Bei nicht so ausgeprägten Zwangshandlungen oder Zwangsgedanken kann oft in einigen Beratungssitzungen „Hilfe zur Selbsthilfe“ gegeben werden.

Wenn Sie betroffen sind und einen Ausweg aus Ihrem Dilemma suchen, sprechen Sie mit uns: Psychologische Studierendenberatung - 6x in Österreich.

 

 © Eva Egger-Zeidner