Psychologische Studierendenberatung Österreich

IV. Folgen von Sucht – check your drugs!

 

Jeder Missbrauch von Substanzen ist gefährlich, jede Sucht hat mehr oder weniger katastrophale Folgen

  • Körperliche Krankheit bis hin zur Lebensgefahr durch Überdosierung, chronische Schäden an inneren Organen, Anfälligkeit für Verletzungen, Unfälle, Infektionen.
  • Psychische Schäden wie Depression, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Verlangsamung bis hin zum Delir und zur völligen Zerrüttung der Persönlichkeit.
  • Soziale Konsequenzen wie Schulden, Arbeitslosigkeit, Kriminalisierung, Verlust alter Freunde, Streit bis hin zur Gewalt in der Familie.

Oft ist es möglich, zwar nicht die Abhängigkeit oder den Missbrauch von Substanzen zu verhindern, aber doch die damit verbundenen Gefahren zu reduzieren. Dazu gehören unter anderem folgende Maßnahmen:
 

  • Generell der Ersatz (die Substitution) von gefährlicheren durch weniger schädigende Drogen. Um nur Beispiele zu nennen: Bier ist weniger schädigend als Spirituosen, die Abhängigkeit von Alkohol birgt weniger Gefahren als eine Opiatsucht, legal kontrollierte Opiatabgabe ist illegalem Heroinkonsum zu bevorzugen usw.
  • Das Vorhandensein „sauberen Bestecks“, d.h. desinfizierter Spritzutensilien schützt intravenös Drogenabhängige von Krankheiten wie Hepatitis und AIDS.
  • Illegale Drogen, die am Schwarzmarkt erworben werden, können gefährlich verunreinigt sein, in der Dosis des Wirkstoffes gefährlich schwanken oder unerwartete Substanzen enthalten. Dies gilt besonders für „Ecstasy“, „Speed“ und LSD. Es gibt Initiativen, die mit mobilen Labors z.B. auf Techno-Veranstaltungen präsent sind. Hier können vom Konsumenten illegal erworbene Substanzen getestet werden: www.checkyourdrugs.at.