Psychologische Studierendenberatung Österreich

III. Wie helfen, wie sich helfen lassen

 

1. Wenn Sie das Gefühl haben, Ihr Gegenüber könnte an Selbstmord denken, bitte fragen Sie ihn/sie danach!

 

2. Im Zustand akuter Selbstmordgefährdung ist man sehr leicht kränkbar, die betroffenen Menschen haben ein äußerst labiles Selbstwertgefühl.

Wenn jemand mit Selbstmordabsicht noch in der Lage ist, sich eine Chance zu geben und sich zu erlauben, Hilfe zu holen, dann ist diese Fähigkeit durch Gefühle der Kränkung und Enttäuschung ständig in Gefahr. Es ist sowohl für den Helfer als auch für den Gefährdeten hilfreich, diese Kränkbarkeit direkt zu thematisieren.

 

3. Es ist für beide Seiten auch wichtig sich klar zu machen, was im Allgemeinen nicht hilfreich ist:

  • Vorschnelle Tröstung
  • Ermahnung
  • Bagatellisierung des Problems
  • vorschnelle Aktivitäten
  • Ausfragen und Analysieren
  • argumentierendes Diskutieren
  • Verallgemeinerung
  • Ratschläge, Belehrungen

 

4. Sehr schnell können Helfer und Betroffene mit dem Thema überfordert sein, scheuen Sie sich nicht und wenden Sie sich bitte an Fachleute:
 

  • Krisendienste
    (Fach-) Arzt, klinischer Psychologe, Psychotherapeut
  • Telefondienste
    wenn man nicht sofort einen persönlichen Kontakt möchte

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