Psychologische Studierendenberatung Österreich

I. „Normaler" und „gestörter“ Schlaf

 

Egal, wie viel Schlaf Sie persönlich bevorzugen – es gibt nicht den „normal langen“ Schlaf. Im Gegenteil: Es gibt typische Kurzschläfer (z.B. Napoleon) oder typische Langschläfer (z.B. Albert Einstein). Der Anteil des Tiefschlafes ist jedoch in der Regel bei Kurz-, Mittel- und Langschläfer gleich groß.


Im Laufe des Lebens nimmt das durchschnittliche Schlafbedürfnis ab:

 15 h    Säugling
   7 h    ca. 65 jähriger Mensch
5-6 h    ca. 05% der Erwachsenen
7,5 h    ca. 35% der Erwachsenen
8,5 h    ca. 45% der Erwachsenen
 10 h    ca. 05% der Erwachsenen


Aber nicht die Gesamtschlafzeit ist ausschlaggebend, sondern die Zeit im Tiefschlaf. Nicht die Dauer des Schlafes ist entscheidend, sondern die Qualität des Schlafes.
Untersuchungen haben ergeben, dass etwa jeder fünfte Erwachsene schlecht einschläft und jeder vierte Erwachsene das Gefühl hat, zuwenig Schlaf zu bekommen. Die meisten Menschen, die wegen Schlafstörungen medizinische oder psychologische Hilfe suchen, leiden unter Einschlafstörungen oder Durchschlafstörungen.


Vor dem Griff zu Schlafmitteln sollte man auf alle Fälle an die Möglichkeit psychotherapeutischer Hilfe denken. Weitere häufig vorkommende Schlafstörungen sind:

  • Das unruhige oder oberflächliche Schlafen
  • Das zu frühe Aufwachen am Morgen
  • Schlafstörungen von innen (z.B. Atemstillstände – Apnoen)
  • Schlafstörungen von außen (z.B. durch Lärm oder andere Umwelteinflüsse)
  • Störungen des Schlaf- und Wachrhythmus (z.B. durch Schichtarbeit)
  • Schlafwandeln, nächtliches ZähneknirschenAngstträumeSprechen im Schlaf
  • Chronische Müdigkeit mit der Extremform „Narkolepsie“ ( = fortwährendes Einschlafen)