Psychologische Studierendenberatung Österreich

II. Einschlafstörungen

 

Von Einschlafstörungen spricht man, wenn die

  • Einschlafdauer mehr als 30 Minuten beträgt,
  • mehr als 4 Wochen anhält und
  • mehrmals pro Woche in Kombination mit beeinträchtigter Tagesbefindlichkeit vorkommt.

 

Einschlafstörungen hängen oft eng mit persönlichen, körperlichen, familiären oder beruflichen Problemen zusammen. Sie führen zu Grübeln bzw. Nicht-Abschalten-Können, was auch die eigentliche Ursache der Schlafstörung ausmacht.


So ergibt sich ein Teufelskreis:

  • der Körper verspannt sich,
  • die Gedanken und die körperliche Anspannung bewirken Stress,
  • ein dadurch gestörter und unruhiger Schlaf führt zu
  • Unausgeschlafenheit und Müdigkeit am nächsten Morgen,
  • diese beeinträchtigen wiederum die Leistungsfähigkeit, was eine
  • Bewältigung der anfangs besprochenen Probleme zumindest behindert.


Schon seit längerer Zeit andauernde Einschlafstörungen können eine schwere Belastung darstellen, und die Aufmerksamkeit am Tage ist zum großen Teil auf den Schlaf der nächsten Nacht ausgerichtet (Tagesgrübeln).

Zu starkes Grübeln wiederum (Was war? Was wird sein? Wie kann ich am besten einschlafen? Was passiert, wenn ich nicht vernünftig schlafe?) behindert das Einschlafen. Dieses Grübeln kann manchmal sogar zwanghaft werden.

Manche Menschen gehen auch zu früh ins Bett (z.B. um Schlaf nachzuholen, um mit dem Partner schlafen gehen zu können), es fehlt aber noch die nötige Bettschwere, was wiederum Grübeln fördern kann.

Soviel steht fest:

 

Die Forderung an sich selbst, müde werden zu müssen, bewirkt das Gegenteil!

 

Auch äußere Störfaktoren können für Einschlafprobleme verantwortlich sein:

  • Straßenlärm
  • lauter Wecker
  • Wetter
  • durchgelegene Matratze
  • Schnarchen des Partners
  • Unruhe im Schlafwagen

 

Körperliche Ursachen von Einschlafstörungen:

  • Schmerzen
  • Juckreiz
  • andere organische Erkrankungen
  • schwere Beine
  • spezielle Medikamente