Psychologische Studierendenberatung Österreich

III. Durchschlafstörungen


Für Durchschlafstörungen gilt: 

  • mehr als 4 Wochen lang beträgt die objektive Gesamtschlafzeit mehrmals die Woche weniger als 6 Stunden,
  • verbunden mit beeinträchtigter Tagesempfindlichkeit und
  • mit Wiedereinschlafproblemen nach dem Aufwachen.

Es ist völlig normal, vier- bis sechsmal pro Nacht in wachähnliche Phasen zu kommen. Manche Menschen registrieren dies bewusst und eventuell besorgt, andere merken davon wenig. Das Problem ist nicht das Aufwachen, sondern das schwer Wiedereinschlafen-Können. Die Durchschlafstörungen, d.h. das Aufwachen und Nicht-Wieder-einschlafen-Können, sind begleitet von ängstlichen oder sorgenvollen Gedanken. Genau diese Gedanken fördern das Bewusstsein über das Wachsein, beunruhigen und hindern am unbekümmerten Weiterschlafen.

Häufig haben Durchschlafstörungen zu tun mit

  • Medikamenteneinnahmen,
  • Alkoholgebrauch und
  • falscher Ernährung.



Medikamente und Alkohol führen zwar in der Regel zu einem schnellen Einschlafen, andererseits aber auch zu einem gestörten Tiefschlaf.

Auch Durchschlafstörungen können körperliche Ursachen haben, die medizinisch abgeklärt werden müssen. U.a. kann ein zu niedriger Blutdruck durch das Absinken des Blutdrucks nach dem Einschlafen deshalb zum Erwachen führen, weil der Kreislauf wieder stabilisiert werden muss.