Psychologische Studierendenberatung Österreich

I. Wie kann man eine Essstörung verstehen

 

 

  • Essstörungen drücken einen „Hunger“ aus, der durch Essen aber nicht gestillt werden kann.
  • Es handelt sich eigentlich um ein Ausweichverhalten: Das Essen/Nichtessen dient als Ersatzlösung für nicht wahrgenommene Gefühle und Bedürfnisse. Es ist eine Reaktion auf unbefriedigende Lebensverhältnisse: Verweigerung, Flucht, stummer Protest aber auch Resignation, Hilflosigkeit und Anpassung. 
  • Essstörungen sind eine Form von Sucht. Zunächst erzeugt das gestörte Essverhalten Erleichterung, doch dieses Gefühl ist vorübergehend, die Befriedigung dauert nur kurz an. So muss das Verhalten wiederholt werden, um sich erneut gut zu fühlen: Es beginnt der Teufelskreis der Abhängigkeit.